Drums! Sounds! Beats! #3 Schlagzeug Total am 04.10.15

Plakat3WebDrums! Sounds! Beats!” geht in die 3. Runde. Die Konzertreihe, bei der das Drumset in all seinen Spielarten im Mittelpunkt steht, lädt nicht nur Schlagzeuginteressierte und Schlagzeugbegeisterte herzlich ein, sondern auch Menschen die sich von ungewohnten Klängen begeistern lassen. Und „Drums! Sounds! Beats!“ schaut über den Trommelrand: Dieses Mal werden auch Klangskulpturen zu hören sein.

Einige Schlagzeuger aus Wiesbaden und Umgebung treffen sich regelmäßig zu einem Trommlerstammtisch. Der gesellige Austausch bei Speis und Trank offenbarte schnell das große kreative Potential der regionalen Drummer-Szene(n). So entstand die Idee, mit einer Konzertreihe die hiesige Schlagzeuger-Zunft ins Rampenlicht zu rücken – “Drums! Sounds! Beats!” war geboren.

Beim 3. Konzert werden RumpelStamm trifft Pflanzenhörer (Trio), David Tröscher (Solo), Fischer & Deul (Duo) und Thomas Rath (Solo) spielen.

RStrifftPH-WebRainer Rumpel, Wolfgang Stamm, Axel Schweppe aka RumpelStamm trifft Planzenhörer loten in ihrem Spiel die Schnittflächen von Instrumentalmusik und Skulptur aus. Skulpturen werden Klanggeber, Musikinstrumente Skulptur. Dabei bewegen sich die Musiker im Spannungsfeld von offenen Klanglandschaften und klar strukturierten rhythmischen Geometrien.

DanidTröscher-WebDavid Tröscher studierte Jazz-Drumset an der Frankfurter Musikwerkstatt und Percussion bei Dudu Tucci, Berlin. Vor sieben Jahren entdeckte er für sich die Cajon als perfekte Verschmelzung dieser beiden Klangbereiche. 

Seitdem stellt sich für ihn die Frage: Kann man – ähnlich wie beim Drumset – tatsächlich alle populären Musikrichtungen auf diesem Instrument darstellen und ausdrücken?

Das Programm, dass er für Drums!Sounds!Beats! zusammengestellt hat, widmet sich – zum Teil auch augenzwinkernd – dieser Fragestellung.

Da seine Adoleszenz überhaupt nicht Jazz-, sondern eher Heavy Metal-bewegt war, können wir uns auf überraschende Antworten freuen.

FischerDeul-MontageIngo Deul und Jörg Fischer, beide aktiv bei der Wiesbadener Kooperative New Jazz/ARTist, haben in den letzten 25 Jahren eine ganz ähnliche musikalische Entwicklung durchlaufen: verschiedene Rockstile, zeitgenössischer Jazz, klassische Avantgarde und freie Improvisation seien als einige Wegmarken genannt. 2015 treffen sie sich als freie Improvisierer und Klangforscher, geben ihrem gemeinsamen Spiel durch lose Absprachen eine grob geplante Form, und schliessen dabei ein bisschen den Kreis back-to-the-roots. So finden sich in ihrem Tun als Duo wieder Anklänge an Rock, Jazz etc., wenn auch aus der Perspektive der freien Improvisation gebrochen und zersetzt, oft nur als heimliche DNA in das Klanggeschehen eingeschrieben, als “feeling” vorhanden. Das ergibt ein Gebräu aus untergründig brodelnden Grooves, bunt schillernden Soundscapes, sensibler Interaktion, zupackender Energie.

Thomas Rath wird ein komplett neues Programm mitbringen. Aus Songs seiner bislang noch unveröffentlichten dritten CD “Tonefilm” hat er Sounds und Samples herausgelöst, neu zusammengesetzt und neu bearbeitet.

2015 Freddy Wonder Combo @ Bitzel rockt III Hirschberg Zur Foto

Diese neu entstandenen Tracks bearbeitet er nun mit live gespielten Drums, Sounds und Beats.

Schallzentrale RumpelStamm trifft Pflanzenhörer!

Klangfestival in der Walkmühle in Wiesbaden vom 20.Juni bis 26. Juli 2015 !
Link zum Programmheft

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Das Trio lotet in seinem Spiel die Schnittflächen von Instrumentalmusik und Skulptur aus. Skulpturen werden Klanggeber, Musikinstrumente Skulptur. Dabei bewegen sich die Musiker im Spannungsfeld von offenen Klanglandschaften und klar strukturierten rhythmischen Geometrien. Klassisches Schlagwerk wird erweitert durch Alltagsgegenstände und Fundsachen, fallende Wassertropfen, Papier und Pappe, Orgelpfeifen.
Die Zusammenarbeit der beiden Schlagzeuger Rainer Rumpel und Wolfgang Stamm mit dem Bildhauer Axel Schweppe begann im letzten Jahr mit einem Konzert auf der Landesgartenschau Gießen an Schweppes Skulptur »Pflanzenhörer_ima_3«, die Einflüsse des Wetters in Klänge transformiert. Herausforderung für die Musiker war hierbei, die faszinierend komplexe Rhythmik von Wassertropfen, die in nicht vorhersehbarer Abfolge auf Trommelmembrane fallen, in ihr Spiel zu integrieren. Im Aushören dieser rhythmischen Strukturen greifen sie Pulsationen auf, synchronisieren ihr Spiel mit ihnen, bis die Rhythmen verschmelzen … lösen sich wieder davon, verschieben die Akzente und setzen Kontrapunkte.

Bei einer neuen für die Konzertsituation entwickelten Tropfen-Skulptur werden die musikalischen Möglichkeiten mit Mitteln der elektronischen Klangbearbeitung erweitert. Das führt zu neuen Impulsen für das Zusammenspiel. Es entstehen Stücke, deren Aufbau formal selbst den Charakter von Skulpturen hat. Im Betrachten und Umrunden dieser musikalischen Skulpturen nehmen die Musiker wechselnde Standpunkte ein und machen unterschiedliche Aspekte und Blickwinkel hörbar.
Andere Skulpturen führen das Trio zu spielerischen Interaktionen von Material und Klang, Bewegung und Rhythmus, Groove und Humor.